Aurubis: Keine Transparenz bei Hochrisiko-Kupferminen
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Aurubis: Keine Transparenz bei Hochrisiko-Kupferminen

Zur Hauptversammlung der Aurubis AG am 12. Februar 2026 fordern Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen von Europas größtem Kupferkonzern die Einhaltung des Lieferkettengesetzes. Nach der Romero Initiative hat auch das katholische Hilfswerk Misereor beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Beschwerde gegen Aurubis eingereicht. Inzwischen hat das BAFA bestätigt, in allen Fällen wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Lieferkettengesetz eine Prüfung von Aurubis einzuleiten.

Das katholische Hilfswerk Misereor hat am 25.11.2025 gemeinsam mit Betroffenen von Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzungen in Peru und der peruanischen Organisation Red Muqui zwei BAFA-Beschwerden gegen Aurubis eingelegt. „Wir werfen dem Unternehmen vor, gegen gesetzliche Sorgfaltspflichten aus dem Lieferkettengesetz zu verstoßen und Kupferkonzentrate aus Minen in Peru zu importieren, bei deren Betrieb es zu schweren Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzungen gekommen ist“, erklärt Mattes Tempelmann von Misereor. „Aurubis trägt als Kupferimporteur nach unseren Recherchen eine große Mitverantwortung am Leid vieler Menschen. Wir fordern, dass Aurubis in Absprache mit den Betroffenen vor Ort, effektive Maßnahmen zur Beendigung der Menschenrechtsverletzungen in Puerto Huarmey und im Tumilaca-Tal umsetzt und damit seinen Pflichten gemäß dem Lieferkettengesetz nachkommt“, so Tempelmann.

Misereor und weitere Organisationen versammeln sich am 12. Februar um 8.30 Uhr zu einem Protest vor dem CCH-Congress Center, Congressplatz 1, 20355 Hamburg. 

Hier kann unsere gemeinsame Pressemitteilung heruntergeladen werden:

Pressemitteilung zur Hauptversammlung der Aurubis AG am 12.02.2026
Pressemitteilung zur Hauptversammlung der Aurubis AG am 12.02.2026