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Von Espinar nach Brüssel

Mitte Juni besuchte eine Delegation aus Peru das Europaparlament in Brüssel, um sich für eine griffige Lösung zur Konzernverantwortung einzusetzen. Mit dabei ist Esmeralda Larota aus der Provinz Espinar, im Süden der Region Cusco. Sie erlebt die Folgen des Bergbaus in der riesigen Kupfermine Tintaya-Antapaccay täglich am eigenen Leib. Der kleine Hof, wo Esmeralda mit ihren Eltern lebt, liegt auf einer Kuppe im Dorf Huancané Bajo. Von da sind es wenige Kilometer zum Damm des Rückhaltebeckens der Kupfermine Tintaya. Verschiedene Bäche fliessen aus der Richtung der Mine, wie auch unterirdische Wasseradern, die in kleinen Teichen an die Oberfläche kommen. Das Dorf gehört zu dem am stärksten mit Schwermetallen belasteten Siedlungen in der Umgebung der Mine.  „Ich habe die Veränderungen selbst miterlebt seit meiner Kindheit”, erzählt die etwas über 30-jährige Esmeralda. Sie zeigt uns die Stelle am Bach, wo sie immer das Trinkwasser her holten. „Zuerst wurden die Tiere krank, starben plötzlich an Krankheiten, die es vorher nicht gab. Dann begannen wir selbst, an Glieder- und Kopfschmerzen zu leiden.” Unterdessen seien viele im Dorf gestorben, an …

Betroffene in Espinar fordern EU-Lieferkettengesetz: Testimonial 1 von Ariana Kana

Das viertgrößte Bergbauunternehmen der Welt, Glencore, macht Profit auf dem Rücken der Menschen. So erlebt es die Bevölkerung, die nahe der Mine lebt: “Hinter dem Bergbau verbirgt sich eine totale Verletzung der Menschenrechte.” Ariana glaubt wegen der Wasserverschmutzung in ihrer Gemeinde nicht an den Wohlstand durch Bergbau. Sie verurteilt ihn als gewalttätig gegen ihr Volk, weil er die Menschen krank macht und ihr Land ruiniert. Sehen Sie hier ihr Statement: In den nächsten Wochen gibt es weitere Videobotschaften von Betroffenen aus Espinar!

Neue Kampagne für ein EU-Lieferkettengesetz: Espinar kann nicht warten!

Laut Amnesty International sind 78 Prozent der Bevölkerung, die rund um die Antapaccay-Mine in Espinar, Cusco, lebt, mit Schwermetallen in ihrem Körper kontaminiert, mit den daraus resultierenden physischen und neurologischen Schäden. Ursache ist der Abbau von Kupfer, wichtigster Rohstoff für neue Technologien und Energiewende. In diesem Sinne haben Unternehmen, die sich hauptsächlich der Ausbeutung dieses Metalls widmen, eine hohe Wachstumsprognose für das kommende Jahrzehnt. Unter ihnen sticht das Schweizer Unternehmen Glencore hervor. Glencore ist seit einem Jahrzehnt in Espinar (Cusco) präsent und plant, seine Geschäftstätigkeit für weitere 35 Jahre durch ein neues Projekt zu verlängern: Coroccohuayco. Gestern startete eine neue Kampagne, die von einem Bündnis von peruanischen und europäischen Organisationen unterstützt wird, unter anderem der Kampagne Bergbau Peru. Die Kampagne zielt darauf ab, ein wirksames Europäisches Lieferkettengesetz zu fordern. Ein Gesetzesentwurf wird derzeit im Europäischen Parlament diskutiert. Espinar hingegen lebt in einer sehr schwierigen Situation: 36 Prozent der Bevölkerung haben keinen Strom, 63 Prozent leben ohne Zugang zu Gesundheitsdiensten, 79 Prozent der Familien haben eine geringe Schulbildung. Hinzu kommt die seit 2012 angeprangerte Kontamination von …